BALI – ICH KOMME DICH WIEDER BESUCHEN

Mein dritter und letzter Reisebericht zu meine Balireise beginnt. Geendet haben wir im letzten Blogbeitrag in Ubud, und das wir zu den Barontänzen gehen wollten. Das haben wir auch gemacht. In einem Restaurant in Ubud wird regelmäßig eine Vorstellung angeboten. Man muss nicht extra Eintritt bezahlen, da man ja eh dort etwas isst. Doch was sind Barongtänze? Im Grunde wird eine Geschichte erzählt. Es geht dabei um einen Kampf zwischen Gut und Böse. Wichtig zu wissen ist aber, das nie jemand bei diesem Kampf gewinnt, es endet immer unentschieden, denn Gut und Böse gehören nun mal untrennbar zusammen. Die Tänzer und Tänzerinnen kostümieren sich sehr aufwändig und auch ohne die Sprache zu verstehen, erkennt man sehr schnell die Geschichte dahinter. Für jeden Baliurlauber ist so eine Tanzveranstaltung wohl Pflicht. Die letzte Nacht in Ubud ist angebrochen und wir sind alle etwas traurig darüber. Denn nicht nur die Zeit in Ubud ist vorbei sondern das Ende unserer Reise ist auch nahe. Wir haben nur noch 2 Tage, bevor wir wieder alle nach Hause fliegen. Aber erstmal wird am nächsten Tag gefrühstückt im Hotel. Ich kann außer Obst und Ei leider nichts essen, daher habe ich mir am Vortag eine pinke Drachenfrucht auf dem Markt gekauft. Natürlich habe ich auch da gehandelt. 😉 Mit der Drachenfrucht in der einen und dem Handy in der anderen Hand geht es auf zum Frühstück. Ich freue mich, dass überall die Affen schon rumlaufen und einen morgens schon begrüßen und sage noch zu meiner Zimmernachbarin, wie schön es gewesen wäre, wenn doch ein dicker Affe auch bei uns auf der Balkonbrüstung gesessen hätte. Ich wundere mich darüber, dass immer mehr Affen sich an uns heranschleichen und mit einem Mal 3 Affen an meinem Kleid hochklettern, an mir ziehen und scheinbar nach meinem Handy greifen. Meine Zimmernachbarin wusste nicht was sie tun sollte; schreien, lachen, weinen, mir helfen, weglaufen oder stehen bleiben. Am Ende hat sie sich für stehen bleiben und nix weiter entschieden, außer mir ständig zuzurufen, ich solle auf mein Handy aufpassen. 🙂 Denn im Hinterkopf hatte ich, dass die Affen ihr gestern am Pool die Sonnenmilch geklaut hatten. In meiner Panik habe ich tatsächlich das wirkliche Objekt der Begierde vergessen; die Drachenfrucht. Als mir das endlich wieder eingefallen ist und ich diese weggeworfen habe, hatte ich schlagartig auch keine Affen mehr an mir dran hängen. Tja, mein Kleid war dreckig und mein Frühstück geklaut.

Hatte das Hotelpersonal nicht extra gesagt, wir sollen nichts auf dem Balkon liegen lassen oder Essen bei uns tragen?!? Tja, jetzt weiß ich warum. 🙂 Der dickste Affe hat die Drachenfrucht für sich alleine beansprucht und ist damit abgehauen. Also gab es für mich doch wieder nur Banane, Melone und ein Rührei. Nach dem Frühstück haben wir ausgechecked um zum letzten Ziel zu fahren, Candidasa. In Candidasa hat man die Möglichkeit von Wassersport oder auch am Strand zu liegen, sofern das Wetter es zulässt. Auf dem Weg dahin haben wir noch 2 Stopps eingelegt: einmal waren wir in einem ganz klassisch balinesischen Haus, wobei es eigentlich eher ein Anwesen ist. Auf einem Grundstück werden mehrere kleine Schlafstellen/Häuschen gebaut. Die Söhne schlafen immer am Tor, damit diese die Familie bewachen können. Die Mädchen kommen auf den hinteren Teil des Grundstücks. Dann befindet sich immer eine offene Küche auf dem Grundstück, ein Schlafbereich für die Eltern und Großeltern und natürlich auch ein eigener Tempel. Dort werden eigene Zeremonien abgehalten. Zum Beispiel wenn ein Kind geboren wird, bei einer Hochzeit, die erste Periode des Mädchens, der erste feuchte Traum der Söhne, die Namensfindung des Kindes oder auch der erste Kontakt mit Muttererde des Kindes. Bei uns gibt den Brauch, nach der Geburt die Plazenta im Garten einzubuddeln und einen Baum darauf zu pflanzen. Auf Bali wird die Plazenta auch aufbewahrt und wird im Lehmboden vergraben. Anstatt eines Baumes nimmt man dort einen großen Stein. So ist direkt erkennbar, wie viele Kinder in der Familie geboren wurden. 3 Monate nach der Geburt kommt die erste wichtige Zeremonie. Das Baby bekommt seinen Namen und ab jetzt darf das Baby auch den Boden berühren mit seinen Füßen, das war vorher tabu. Ihr merkt, auf Bali ist alles etwas anders. Mit 6 Monaten wird die wichtigste Zeremonie überhaupt gefeiert, man hat seinen ersten balinesischen Geburtstag. Einen klassischen Geburtstag wie wir es kennen gibt es dort nicht. Man geht dort von nur 210 Kalendertagen aus. Ab diesem Zeitpunkt wird alle 210 Tage der balinesische Geburtstag gefeiert. Die Jahre werden nicht gezählt oder benannt. Das ganze Leben in Bali mit all seinen vielfältigen Tätigkeiten wird von den Kalendern bestimmt. Für alles und jedes, von der Leichenverbrennung bis zur Reisaussaat, vom Tempelbau bis hin zum Holzhacken gibt es geeignete Tage und ungeeignete Tage. So hat jede balinesische Familie einen balinesischen Kalender, wo man die guten Tage für seine Tätigkeiten finden kann. Dabei geht es wirklich um alles. Generell war es sehr interessant zu sehen, wie man früher auf Bali gelebt hat. Hat die Tochter geheiratet, dann wurde einfach noch ein Häuschen auf das Grundstück gebaut. Heute ist der Platz eher begrenzt, nicht jede Familie hat noch solche Anwesen oder kann sie beliebig erweitern. Von dort ging es weiter zur historischen Gerichtshalle Kerta Gosa. Der Palast von Klungkung ist eine historische Anlage in der Stadt Semarapura. Von der ehemaligen königlichen Residenz sind nicht mehr viele Gebäude übrig, er wurde während der Eroberung durch die Niederländer 1908 zerstört.

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Der Garten mit den Wasserbassins und vielen Statuen kann aber besichtigt werden. Und natürlich die bekannte königliche Gerichtshalle mit dem Namen Kerta Gosa. Die Decke der Gerichtshalle ist mit allerhand Zeichnungen und Szenen bemalt. Alle Zeichnungen stellen eine bestimmte Straftat dar und die dazugehörige Bestrafung. Diese Darstellungen dienten allerdings nur zur Abschreckung bei den Verurteilten, denn am Ende wurde niemand aufgespießt. Aber es sollte einem bewusst werden, was einem passieren kann. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie sich die Balinesen damals die Strafen vorgestellt und bis ins Detail ausgemalt haben. Angrenzend befindet sich auch noch ein kleines Museum auf dem Gelände. Dort kann man einen Nachbau der gesamten Anlage betrachten. Tja, und dann ging es auch schon nach Candidasa. Den Rest des Tages hatten wir frei und ab sofort hatten wir kein Programm mehr. Wir sind natürlich, wie sollte es in diesem Urlaub auch anders sein, bei strömenden Regen im Hotel angekommen. Das Hotel war super, direkt am Meer gelegen und wir hatten riesige und moderne Zimmer. Gefrühstückt haben wir mit Blick aufs Meer, einfach traumhaft. Die nächsten 1,5 Tage wollte ich auch einfach nur faul sein, etwas Wellness machen und die ganzen Eindrücke in meinem Kopf sammeln und verarbeiten. In Candidasa selbst habe ich mir eine 90minutige Massage gegönnt, war an meinem freien Tag noch etwas bummeln und konnte sogar noch die wenigen Sonnenstrahlen am Meer und am Pool genießen. Des Weiteren gibt es dort einen Liliensee, den man allerdings morgens besuchen muss, damit man die volle Blütenpracht sehen kann. Ich war natürlich nachmittags das. Na ja, ich habe es mir dann versucht vorzustellen. 🙂 Am 8. und letzten Tag haben wir uns dann alle Richtung Flughafen aufgemacht, alle zu anderen Zeiten. Ich habe mich für den Bus entschieden. Dauert zwar 3-4 Stunden, kostet aber nur 5 Euro und ich hatte mehr als genug Zeit.Wir haben mit dem Bus eine Pause in Denpasar gemacht. In der einen Stunde Aufenthalt habe ich mich mit einem gegrillten Maiskolben und etwas zu trinken an den Strand gesetzt. Meine Reise hat dort aufgehört, wo sie auch 8 Tage vorher begonnen hat, am Strand in Denpasar, mit vielen Gedanken, Wünschen und Vorstellungen im Kopf. Einiges davon konnte ich nach der Reise abhaken, über einiges musste ich schmunzeln, denn so rückblickend gesehen waren meine Befürchtungen oder Gedanken der Reise gegenüber absolut unbegründet. Und über manches bin ich mir einfach in dieser Zeit im Klaren worden.

Jetzt ist mein letzte Bericht geschrieben und beim Schreiben habe ich gemerkt, was und wie viel ich tatsächlich gesehen habe. Wir hatten jeden Tag ein tolles Programm und abends Freizeit. Wenn man sich auf das Gruppengefüge einlässt, kann man die beste Zeit seines Lebens haben. Wir haben abends zusammen Karten gespielt, waren zusammen beim Abendessen, sind zusammen an den Strand und waren keinem böse, wenn er doch mal Zeit für sich brauchte. Ich bin wirklich froh diese Reise gemacht zu haben. Wir haben unsere Kontaktdaten ausgetauscht, mit den kölner Mädels habe regelmäßig Kontakt, und die Amerikaner möchten in diesem Jahr unbedingt nach Köln kommen und Karneval mit uns zu feiern. 🙂 Wer sich nicht traut ganz alleine zu fliegen, so wie ich, dem kann ich G Adventures nur ans Herz legen. Es gibt nicht nur Reisen nach Bali und Indien. Europa ist dabei, Asien, Afrika, Südamerika, Mittelamerika, Neuseeland, die Polarregion und vieles mehr. Schaut einfach mal vorbei, es findet sich bestimmt für jeden was.

Ich hoffe euch haben die Reiseberichte zu Indien und Bali gefallen und vielleicht konnte ich jemanden mit dem Bali-Fieber anstecken. 🙂 Ich komme auf jeden Fall wieder, ob alleine oder mit einer netten Reisebegeleitung ist egal, denn beides wäre toll.

Hört nicht auf die Welt zu erkunden, dafür ist sie einfach viel zu schön.

Eure Nina ♥

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2 Gedanken zu “BALI – ICH KOMME DICH WIEDER BESUCHEN

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